Leute kennenlernen in Homberg/Efze, wo man sich vom Sehen längst kennt

Alle vierzehn Tage mittwochs, Rathauskeller, Seiteneingang Obertorstraße

Homberg/Efze hat rund 14.000 Einwohner, davon etwa 8.000 in der Kernstadt. Das reicht, damit man beim Einkaufen ständig Gesichter sieht, die man schon einmal gesehen hat – und es reicht nicht, damit daraus etwas wird. Das Problem einer kleinen Stadt ist selten die Anonymität. Es ist die Vertrautheit ohne Nähe.

Es scheitert nicht am ersten Gespräch

Man grüßt sich seit Jahren, man weiß ungefähr, wer zu wem gehört, und man hat sich trotzdem nie länger als fünf Minuten unterhalten. Für ein erstes Gespräch fehlt kein Anlass – es fehlt ein zweites. Und dafür braucht es einen Ort, an dem dieselben Leute wiederkommen, ohne dass jemand einlädt.

Ein Termin alle vierzehn Tage

Im Rathauskeller ist das der Mittwoch, 19.30 Uhr, im Zwei-Wochen-Takt von Oktober bis April. Der Abstand ist dabei ein Vorteil: Alle vierzehn Tage bekommt man auch bei vollem Kalender unter, und wer einmal fehlt, hat nichts versäumt außer diesem einen Abend.

Was dort passiert – Gedichte, Musik, Vorträge, viel Gelächter und die Gespräche dazwischen – lässt sich schwer beschreiben und leicht ansehen.

Der erste Mittwoch

Keine Vorstellungsrunde, kein Namensschild, keine Frage nach dem Beruf. Sagen Sie vorher kurz Bescheid, dann wartet jemand am Seiteneingang in der Obertorstraße. Der Besuch ist kostenlos und unverbindlich – und Sie haben anschließend einen Raum gesehen, an dem Sie vermutlich schon hundertmal vorbeigegangen sind.

🦉 Dieser Abend heißt Schlaraffia – ein 1859 in Prag gegründeter Bund für Humor, Kunst und Freundschaft. In Homberg/Efze trägt das Reych den Namen Zur Hohenburg und die Nummer 430.

Machen Sie den ersten Schritt

Kommen Sie als Gast vorbei – kostenlos, unverbindlich und ohne jede Verpflichtung.